Die Position am Tisch
Die Position am Tisch hat einen bedeutenden Einfluss auf die Strategie. Anhand eines Tisches mit zehn Spielern lässt sich die Bedeutung der Position am besten erläutern.1. und 2. small bind und big blind
3. und 4. under the gun
5. und 6. frühe Position
7. und 8. mittlere Position
9. und 10. späte Position
Nach dem die ersten beiden Spiele den small bzw. big blind gesetzt haben ist in der ersten Setzrunde Spieler Nummer 3 als erstes am Zug.
Under the gun
Diese Plätze haben die schlechteste Ausgangsposition, da man noch keine Erkenntnisse über die Mitspieler sammeln konnte. Unter Anbetracht der Tatsache, dass man noch neun Spieler vor sich hat, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass mindestens einer ein sehr starkes Blatt in seinen Händen hält. Des weiteren kann man davon ausgehen, dass noch ein bis drei Spieler spielbare Starthände haben. Hier bleibt einem mit einer mittelstarken Hand nichts anderes übrig als zu passen. Mit einer starken Starthand sollte man jedoch eine Erhöhung wagen.
Frühe Position
Diese Position ist leider auch nicht viel besser, da nach einem noch sechs bzw. sieben Spieler am Zug sind. Wurde vor Ihnen erhöht können Sie davon ausgehen, das der Spieler eine sehr starke Hand hält. Für Spieler in früher Position gilt nur gute Karten spielen.
Mittlere Position
Diese Position ist schon um einiges besser, da man bereits Erkenntnisse aus dem Verhalten der Mitspieler gewonnen hat. Vor einem liegen nur die beiden blinds. Ein weiterer Vorteil dieser Position ist, dass Sie in den darauf folgenden Setzrunden der letzte sind! Karten, die in früheren Positionen weggeworfen wurden sind nun durchaus spielbar.
Small blind
Wenn Sie in der Position des small blinds sitzen haben Sie bereits den halben Grundeinsatz bezahlt. Dadurch dass Sie an vorletzter Position sitzen haben Sie bereits viele Erkenntnisse sammeln können. Sind noch viele Spieler dabei, können Sie davon ausgehen, dass viele hohe Karten im Umlauf sind. Jetzt lohnt es sich unter umständen auch mit einer schwachen Hand zu spielen und auf gute Karten im Flop zu hoffen. Diese Position hat aber auch einen klaren Nachteil. Sie sind in der zweiten Setzrunde als erster am Zug. Deshalb lohnt es sich nur mit wirklich guten Karten zu erhöhen.
Big blind
Als big blind haben Sie den Einsatz bereits bezahlt. Wurde vor Ihnen nicht erhöht sollten Sie nur mit einer guten Starthand erhöhen. Mit schwachen Händen sollten Sie lieber checken.
